Ursache von Krankheit

Hast Du Dich schon gefragt: „Warum muss ich ausgerechnet jetzt krank werden?“ Oftmals wird man genau dann krank, wenn es ein unpassender Augenblick ist. Es ist noch dringend etwas zu erledigen und man ist eh schon genug im Stress! Oder man freut sich auf den heiß ersehnten Urlaub und genau dann haut es einen so richtig um.

Stress ist genau DAS Stichwort. Ist es nicht verständlich, dass unser durchaus zu Höchstleistungen fähiger Körper auch mal Ruhepausen zur Erholung benötigt?! Ignorieren wir dies und beachten erste feine Alarmsignale nicht, wird unsere Körper deutlicher reagieren, ja reagieren müssen, um sich selbst vor Totalausfall zu schützen. Übergehen wir nun erneut die allzu deutlichen Krankheitssymptome und gönnen dem Körper keinerlei Erholung und Ruhepause, nach der er regelrecht schreit, um sein Gleichgewicht wieder herstellen zu können, so wird der Körper drastischere Maßnahmen bereithalten. Manch einer sieht sich dann im wahrsten Sinne des Wortes ruhig gestellt im Krankenhaus in der Notfallaufnahme wieder.

Ist der Körper im Gleichgewicht und folgen auf Phasen der Anstrengung regelmäßige Erholungsphasen, so vermag der Körper durchaus kleinere Störungen auszugleichen. Es gibt vielerlei Möglichkeiten für den Körper, aus dem Gleichgewicht zu geraten. Dies kann allein ungesunde oder einseitige Ernährung, oder eben auch chronischer Stress sein. Wir werden krank, wenn es dem Körper nicht gelingt, in sein Gleichgewicht zurückzufinden. So können wir Krankheiten beispielsweise durch gesunde Ernährung, ausreichende Bewegung an der frischen Luft, aber auch durch das regelmäßige Einhalten von Ruhe- und Erholungsphasen vorbeugen. Unser Immunsystem ist zudem bei entsprechendem Training von Kind an weitestgehend auf fremdartige Einflüsse in der gewohnten Umgebung eingestellt. Es ist sicherlich für jeden nachvollziehbar, dass es jemanden, der unter sterilen Bedingungen aufwächst, vermutlich in einem Kuhstall quasi umhauen würde. Der Körper hatte schlichtweg keine Gelegenheit, sich auf eine keineswegs sterile Umgebung einzustellen. Insofern ist jede kleinere Krankheit auch als Training für das Immunsystem anzusehen, aus dem es gestärkt hervorgeht – sofern man die Krankheit entsprechend auskurieren lässt und nicht einfach nur die Symptome unterdrückt, um weiter seinen Mann oder seine Frau stehen zu können.

Antibiotika – mehr Fluch als Segen?

So segensreich Antibiotika-Behandlungen sein mögen, so gefährlich ist dessen achtlose Verschreibung von Ärzten, nur um „auf Nummer sicher zu gehen“. Bereits der Penicillin-Erfinder warnte vor Resistenzen und in der Tat wurden diese durch übermäßigen, leichtfertigen Gebrauch schnell heraufbeschworen. Die WHO (Weltgesundheitsorganisation) warnt längst davor, dass Krankheitserreger durch Überverschreibung von Antibiotika nicht mehr auf diese ansprechen und wir einer Ära entgegen steuern, in der Seuchen wieder aufblühen und einfachste Infektionen oder Verletzungen tödlich enden können.

Darüberhinaus erhalten Bakterien, die ein Nischendasein führten und den Angriff des Wundermittels überleben, plötzlich Gelegenheit, sich massenhaft auszubreiten. Auf diese Weise können Krankheiten ausgelöst werden, die am Ende schwerwiegender als der ursprüngliche eher banale Effekt ausfallen.

Doch neben der Gefahr der Resistenzbildung ist die Verwendung von Antibiotikum auch aus anderer Sicht problematisch. Der sinnbringende Erhalt der Artenvielfalt in der Natur ist jedem geläufig. Auch in unserem Darm herrscht ein artenreiches Vorkommen von 100 Billionen Mikroben. Mit ihren rund 20 Millionen Genen greifen diese Mikroben, die auch als Mikrobiom zusammengefasst werden,  regulierend in den Organismus ein. Man spricht nicht umsonst vom eigenständigen Darm-Immunsystem. Antibiotika reduzieren jene Artenvielfalt des Mikrobioms drastisch. Gemäß einer Studie an Babies, von der die britische Wissenschaftsautorin Alann Collen in ihrem Buch „Die stille Macht der Mikroben“ berichtet, zerstörten mehrere Antibiotika-Kuren das Mikrobiom im Darm dieser heranwachsenden Geschöpfe vollständig.

Im Darm befindet sich außerdem eine Ansammlung von 500 Millionen Nervenzellen. Dieses sogenannte „Bauchhirn“ bringen wir auch umgangsprachlich zum Ausruck, wenn wir etwas „aus dem Bauch heraus“ entscheiden oder ein ungutes „Bauchgefühl“ haben. Der Darm kommuniziert mit dem Gehirn im Kopf und umgekehrt und Darmbakterien haben hierbei einiges mitzureden. Und genau in dieses sensible Gefüge greifen Antibiotika mit der Zerstörung des Mikrobioms massiv ein.

 

 

 

Wasser – unser Lebenselixier

Wasser ist für unseren Körper lebensnotwendig. Zum einen ist es Transport- und Lösungsmittel innerhalb unseres Körpers, außerdem wichtiger Reaktionspartner bei Stoffwechselprozessen in unseren Zellen und wird benötigt zum Aufbau körpereigener Substanzen. Über die Absonderung von Schweiß erzeugt der Körper Verdunstungskälte und schützt sich damit vor Überhitzung.

Allein über unsere Haut und über die Atmung verlieren wir mehr als einen halben Liter Wasser pro Tag. Über unseren Urin ist es eine noch größere Menge Wasser, die wir täglich ausscheiden. Diese Verluste müssen notwendigerweise ausgeglichen werden. Sonst können anfallende Stoffwechselprodukte wie der Harnstoff nicht mehr ausgeschieden werden und der Körper verliert die Fähigkeit zur Temperaturregulation über die Haut. Das Blut wird dickflüssiger. Die Folge sind Kreislaufversagen und Vergiftung durch anfallende Stoffwechselprodukte, die nicht mehr ausgeschieden werden können.

Wasser ist lebenswichtig – bereits eine geringe chronische Unterversorgung mindert Wohlbefinden und Leistungsfähigkeit. Der Körper bemüht sich, die lebensnotwendigen Prozesse aufrechtzuerhalten und gleicht den Mangel aus, indem er beispielsweise den Urin stärker konzentriert und Wasser bei der Versorgung der Haut, der Schleimhäute und des Bindegewebes einspart. Häufige Folge sind Kopfschmerzen oder Müdigkeit, trockene Haut, empfindliche Schleimhäute, Verstopfung, aber auch Verwirrtheit oder Krämpfe durch den gestörten Elektrolyt-Haushalt sind möglich. Der Körper wird anfälliger für Infekte, weil die Harnwege nicht mehr optimal durchspült werden.

 

Übersäuerung kurz und knapp erklärt

Mich hat gerade ein Artikel fasziniert, in dem auf überraschend einfache und verständliche Art und Weise das Phänomen der Übersäuerung kurz und prägnant erklärt wurde. Das hat mir so gut gefallen, dass ich diese Erklärung hier wiedergeben möchte.

Hierzu begeben wir uns auf Zellebene. Neben speziellen Aufgaben, die spezialisierte Zellen inne haben, besteht die Hauptaufgabe einer Körperzelle in der Produktion von Energie. Jene Energie wird über spezielle Kraftwerke, den Mitochondrien erzeugt, die 1000-fach in jeder Zelle vorhanden sind. Der maßgebliche Vorgang der Energiegewinnung liegt in der Verbrennung von Fetten und Zucker mit Hilfe von Sauerstoff, was als Oxidation bezeichnet wird. Im Rahmen dieses Verbrennungsprozesses bilden sich Verbrennungsrückstände, wozu auch Kohlendioxid gehört.

Die bei der Oxidation anfallenden Rückstände werden auch Schlacken genannt. Da die Schlacken sauer sind, erniedrigen sie den pH-Wert der Zellen (um so niedriger, umso saurer). Das Zellwasser wird infolgedessen leicht sauer. Um einer übermäßigen Säurekonzentration, die Zellen und Organe schädigen könnte, entgegenzuwirken, müssen Zellen permanent entsäuert (entschlackt) werden. Kann jene Entsäuerung (Entschlackung) aus welchen Gründen auch immer nicht hinreichend stattfinden, so fällt der pH-Wert der Zelle auf unnatürliche Werte ab. Der Körper ist übersäuert.

Die Macht der Gedanken auf körperliche Prozesse

Der Begriff Placebo für ein sogenanntes Scheinmedikament ist hinlänglich bekannt. Ursprünglich war dies eine Bezeichnung für Trauerchöre, die gegen Almosen auf Beerdigungen sangen. Es handelte sich in diesem Fall sozusagen um Scheintrauernde. Im 18. Jahrhundert fand dieser Begriff schließlich Einzug in die Medizin.

Wissenschaftliche Untersuchungen zu diesem Phänomen setzten mit dem zweiten Weltkrieg ein. Ein amerikanischer Militärarzt behandelte seinerzeit, als Medikamente knapp waren, verwundete Soldaten mit Kochsalzlösung. Erstaunlicherweise trug dies zur Schmerzlinderung bei den Verwundeten bei. Auch herkömmliche Kopfschmerztabletten, die pharmakologisch betrachtet erst nach frühestens 20 Minuten wirken können, sorgen bei vielen Anwendern bereits nach etwa 10 Minuten für Beschwerdefreiheit. Interessanterweise bestätigen wissenschaftliche Studien den positiven Effekt auf körperliche Prozesse allein durch eine positive Erwartungshaltung.

Ebenso wie positive Gedanken und der feste Glaube an Heilung eben gerade jene bewirken kann, ist es umgekehrt ebenfalls möglich, dass negative Gedanken krank machen können. Ein beeindruckendes Beispiel ist ein junger Mann, der eine große Anzahl Tabletten gegen Depressionen bewusst schluckte, um sich umzubringen und mit labilem Kreislauf auf der Intensivstation landete. Doch der Patient nahm an einer Studie teil und seine Tabletten waren nichts anderes als herkömmlicher Traubenzucker. Sobald der Patient davon erfuhr, besserte sich sein Allgemeinzustand schlagartig. Dieser Einfluss auf den Körper in dem festen Glauben an eine negative Wirkung wird als Nocebo bezeichnet. Vor diesem Hintergrund verwundert folgendes Phänomen keineswegs, bei dem ein eigentlich gesunder Patient fälschlicherweise die Diagnose Krebs erhielt und einige Wochen später tatsächlich verstarb…

 

Selbstheilung möglich?!

Es ist verlockend, die Verantwortung für die eigene Gesundheit abzugeben und sich einer kompetenten Person anzuvertrauen, sie möge einen doch bitte wieder gesund machen. Haben wir verlernt, dass wir selbst diejenigen sind, also unserer eigener Körper, der zur Heilung fähig ist oder aufgrund bestimmter Ursachen eben nicht?

Mithilfe der Schulmedizin vermögen wir Symptome zu lindern oder zu beseitigen. Sind wir damit dann gesund?

Kennzeichnend für Gesundheit ist ein gesunder Geist in einem gesunden Körper. Krankheit bedeutet den Verlust von innerem Gleichgewicht. Der Körper ist gewissermaßen aus der Balance geraten. Jenes Ungleichgewicht wird vom Körper registriert und Maßnahmen zur Wiederherstellung des Gleichgewichts eingeleitet, um wieder perfekt zu funktionieren. Wir verfügen über erstaunliche Selbstheilungskräfte, sozusagen über einen „inneren Arzt“, sofern wir nicht mit unnatürlichen Eingriffen dagegen halten und den Körper damit zusätzlich aus dem Gleichgewicht geraten lassen. Denken Sie an einen zusammenheilenden Knochen, eine heilende Schnittverletzung oder Verbrennung oder einen Schnupfen.

Will etwas nicht heilen, so sind die Selbstheilungskräfte in ihrer Arbeit gestört, was vielerlei Ursachen haben kann.

Betrachten wir uns ganzheitlich als Einheit von Körper und Geist, so ist nachvollziehbar, dass negative Gedanken und Gefühle unser Gleichgewicht aus den Fugen geraten lassen können. Umgekehrt können positive Gedanken und Gefühle zur Wiederherstellung des Gleichgewichts erheblich beitragen. Ein jeder kennt das, wie uns schlechte Nachrichten runterziehen können oder Bauchweh verursachen, wohingegen positive, erfreuliche Erlebnisse uns geradezu beflügeln und gut fühlen lassen. Wir unterscheiden uns genau darin von einem Roboter oder einer Maschine.

Jeder sollte seinem inneren Arzt mehr Vertrauen schenken und Gelegenheit zur Wirkung seiner vielfältigen Fähigkeiten geben. Leider reagiert der innere Arzt sehr empfindsam auf negative Nachrichten. Als hoffnungsloser, unheilbarer Fall tituliert, führt beim Betroffenen zu einer nicht zu unterschätzenden, die natürliche Heilung blockierenden negativen Erwartungshaltung. Selbstaufgabe kann nicht zu Heilung führen, eine optimistische Erwartungshaltung durchaus. Bei einem leichten Schnupfen denken Sie beispielsweise keineswegs daran, umgehend sterben zu müssen, sondern gehen selbstverständlich davon aus, dass es bald vorüber sein wird.

Wie wäre es damit, seinen inneren Arzt zu Höchstleistungen anzuspornen, beispielsweise durch  positive und aufbauende Gedanken.

Krankheiten sind heilbar, nicht aber jeder Kranke.

Beste Voraussetzung zur optimalen Entfaltung der Selbstheilungskräfte ist die absolute Überzeugung, wieder gesund zu werden. Nicht umsonst existiert das Sprichwort „Glaube versetzt Berge“ und es ist im Bereich des Möglichen, sich dadurch von selbst schwersten Krankheiten befreien zu können. Schulmediziner verwenden dann gerne den Begriff „spontane Selbstheilung“ und finden keine Erklärung hierfür.

 

Gesund werden, Gesundheit erhalten

Idealerweise möchte man den Zustand optimaler Gesundheit so lange wie möglich aufrechterhalten und wer an einer Krankheit leidet, möchte verständlicherweise schnellstmöglich wieder gesund werden.

Gesunde Lebensmittel, sauberes Trinkwasser und Lebensumstände, die körperliche Regeneration und Erholungsphasen von Stress und körperlicher Erschöpfung zulassen, sind geeignet zur Erhaltung von Gesundheit auf natürliche Weise.  In der Praxis sieht es jedoch oft so aus, dass Gesundheit mittels künstlicher Eingriffe oder Medikamente herbeigeführt werden soll und gerade eine gesunde Lebensweise vernachlässigt wird.

Wäre es nicht sinnvoller, die natürlichen Selbstheilungskräfte zu unterstützen und Heilung auf natürliche Weise zu ermöglichen und zuzulassen, anstatt mit unnatürlichen Mitteln ausschließlich Symptome zu bekämpfen? Ohne Beseitigung der eigentlichen Ursache wird die nötige Bekämpfung der Symptome zum lästigen Dauerzustand.

Ein Mangel an lebensnotwendigen Stoffen in unserer zivilisierten Gesellschaft führt zu entsprechenden Mangelsymptomen. Auf der anderen Seite verursachen Stoffe, die nicht in unseren Körper hineingehören ebenfalls Krankheitssymptome. Es macht Sinn, einerseits schädliche Stoffe loszuwerden und andererseits einen Mangel an lebenswichtigen Stoffen auszugleichen. Doch selbst bei ausgewogener gesunder Ernährung kann es vorkommen, dass bestimmte Nährstoffe nicht optimal vom Körper aufgenommen werden. In einem solchen Fall sollte der Ursache hierfür nachgegangen und diese möglichst behoben werden.

Dass eine gesunde Lebensweise zur Erhaltung von Gesundheit und Wohlbefinden beiträgt, erscheint logisch und verständlich. Ebenso, dass ein Zuviel an Stress, negativen Gedanken und Ängsten auf Dauer krank macht. Das Meiden oder Auflösen von Stresssituationen durch Entspannung leistet insofern gleichermaßen einen nicht zu unterschätzenden gesundheitlichen Beitrag wie positive Gedanken und die Auflösung von Ängsten.

Sind Viren böse?

Als Biologin bin ich bestens vertraut mit dem Aufbau und der Vermehrung von Viren. Gemäß gängiger Lehrmeinung ist deren Fortbestand unabdingbar nur durch einen lebendigen Wirt gewährleistet und Viren gelten daher per Definition des Lebendigen nicht als eigenständige Lebewesen. Sie schweben also sozusagen in einem Zustand zwischen toter und lebendiger Materie.

Das Eindringen eines solchen Virus in den Körper – so die Schulmeinung – führt zu einer Erkrankung, wenngleich auch nicht zwingend in jedem Fall. Das Immunsystem arbeite dann auf Hochtouren, um den angeblich überaus „bösen“, weil sich rasch vermehrenden Eindringling in Schach zu halten und schließlich bestenfalls zu vernichten. Typische augenfällige Begleiterscheinung im Falle eines Krankheitsausbruchs ist das uns allen bekannte Fieber. Versagen die körpereigenen Abwehrkräfte droht im allerschlimmsten Fall der Tod und die Schulmedizin macht den „bösen“ Virus dafür verantwortlich, dem der Körper unterlegen war.

Darüberhinaus soll ein vom „bösen“ Virus Befallener hochgradig ansteckend sein. Kontakt mit dem Kranken führt unweigerlich ebenfalls zur Erkrankung, sofern der andere nicht gegen den Erreger immun ist. Immunität soll dadurch erreicht werden, dass der Eindringling dem Körper bereits hinlänglich bekannt und er in der Lage ist, umgehend geeignete Maßnahmen zur erfolgreichen Vernichtung zu ergreifen. Verständlicherweise besteht eine große Angst vor derart böswilligen Eindringlingen und eine hohe Nachfrage nach bestmöglichem Schutz davor. Sogenannte „Schutz“Impfungen versprechen einen zuverlässigen Schutz und wiegen Geimpfte in Sicherheit vor dem „Bösen“.

Was, wenn am Ende alles ganz anders ist?

Krankheitssymptome treten nach modernen Vorstellungen erst dann auf, wenn Heilungsprozesse bereits angelaufen sind, die Abwehrkräfte also bereits ganze Arbeit geleistet haben und der in diesem Zusammenhang angefallene „Müll“ nun zu entsorgen ist. Im Körper dann gehäuft anzutreffende Viren hätten in diesem Fall genauso viel zu tun mit der Auslösung der Krankheit wie die bei einem Unfall herbeigeeilten Rettungssanitäter mit dem Unfall. Viren könnten eine Schlüsselrolle im Zusammenhang mit dem Heilungsprozess einnehmen und keineswegs von außen eindringende Verursacher des Ganzen. Der Körper selbst könnte für deren gehäuftes Auftreten im Krankheitsfall verantwortlich sein. Viren wären dann alles andere als „böse“ Eigenschaften zuzuordnen…   

 

Babies schreien lassen?

In der Regel kommen derlei Hinweise von der älteren Generation: „Babies muss man auch mal schreien lassen!“ Bloß nicht permanent sofort darauf reagieren, so der wohlgemeinte Rat. Das jetzt aus Leibeskräften schreiende Baby werde sich ganz bestimmt zum Tyrann entwickeln und den Eltern auf der Nase herumtanzen, wenn man umgehend darauf reagiere. Derart „verwöhnte“ Babies würden sich ausserdem später wohl kaum zu gestärkten Persönlichkeiten entwickeln. Babies, die gerade dem Mutterleib entschlüpft sind, schikanieren also ihre Eltern und testen aus, wie weit sie mit ihrem Gebrüll gehen können, um verwöhnt zu werden?? Eltern brüsten sich sogar damit, dass ihr Baby zügig gelernt habe, nachts durchzuschlafen, indem sie es einfach einige Nächte haben durchschreien lassen.

Bei solchen Bekundungen stellen sich mir sämtliche Nackenhaare auf! Was solche Babies defintiv lernen, ist, dass ihre Hilferufe ignoriert werden. Sie können noch so lauthals und ausdauernd auf sich aufmerksam machen und werden dennoch nicht erhört. Was sollte daran pädagogisch wertvoll sein? Die Bedürfnisse eines kleinen Säuglings sind in erster Linie die Versorgung mit Nahrung und Schutz vor Feinden. Beides wird durch unmittelbare Nähe der Eltern, insbesondere der (stillenden) Mutter sichergestellt. Die Nähe der Eltern ist ein wichtiger Überlebensvorteil des kleinen hilflosen und schutzbedürftigen Säuglings. Sich darauf verlassen zu können, schafft eine sichere, vertrauensvolle Bindung und macht solche Babies gerade zu bindungsfähigen und selbstsicheren Erwachsenen.

Das seelischen Grundbedürfnisses nach Nähe zu befriedigen, ist keinesfalls mit einem Verwöhnen gleichzusetzen, sondern vielmehr vollkommen natürlich, weswegen es uns angeboren ist, ein weinendes Baby in den Arm nehmen und trösten zu wollen. Keine Mutter und kein Vater sollte sich diesem natürlichen Impuls nur aufgrund wilder Theorien von vermeintlichen Erziehungsexperten beugen, sondern den Mut aufbringen, auf das eigene Bauchgefühl nicht nur zu hören, sondern diesem auch zu vertrauen.